Mein Weg

Fakten

  • geboren am 9. August 1962 in Völklingen
  • katholisch, verheiratet, drei erwachsene Kinder
  • Studium der Rechts- und Politikwissenschaft (Abschluss: M.A.)
  • erste Ministerpräsidentin des Saarlandes (2011-2018)
  • Landesvorsitzende der CDU Saar (2011-2018)
  • Vorsitzende der CDU Deutschlands (2018-2021)
  • Bundesministerin der Verteidigung (seit 2019)
  • Präsidentin des Deutschen Volkshochschulverbandes
  • Mitglied des Zentralkomitees der deutschen Katholiken
  • Mitglied der Konrad-Adenauer-Stiftung

Mein Weg

Im Jahr 1962 geboren, blicke ich auf eine unbeschwerte Kindheit im Saarland, meiner Heimat, zurück. Nach der Grundschule Püttlingen habe ich das Marie-Luise-Kaschnitz-Gymnasium in Völklingen besucht, wo ich 1982 mein Abitur ablegte. In Trier und Saarbrücken habe ich dann Politikwissenschaft und Öffentliches Recht studiert und 1990 mein Studium als Magistra Artium erfolgreich abgeschlossen.

Mit 22 Jahren habe ich den Bergbauingenieur Helmut Karrenbauer geheiratet. Unsere drei Kinder sind inzwischen erwachsen und stehen auf eigenen Beinen. Das erste Kind kam während des Studiums, sodass ich schon als junge Studentin sowohl Ausbildung als auch Mutterrolle unter einen Hut bringen musste. Wenn ich mich heute immer wieder für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie einsetze, dann findet das in dieser Zeit seinen Ursprung.

Mein großes Interesse für Politik hat bereits in jungen Jahren begonnen. Neben meinem Engagement in der Jungen Union wurde ich mit 22 Jahren in den Stadtrat von Püttlingen gewählt, dem ich über 25 Jahre lang angehört habe. Nirgendwo sonst in der Politik ist man den Menschen mit ihren Sorgen, Freuden und Anliegen so nahe wie in der Kommunalpolitik. Ein wichtiger Aspekt, der über die Jahre hinweg nichts in seiner Faszination auf mich eingebüßt hat. Der Austausch mit den Menschen, ihnen zuzuhören und ihre Meinungen, aber auch ihre Sorgen und Nöte zu erfahren – das ist mir auch heute sehr wichtig.

Meine berufliche Laufbahn hat 1991 als Grundsatzreferentin in der Landesgeschäftsstelle der CDU Saar begonnen. Damit habe ich früh mein Hobby zum Beruf gemacht. 1998 bin ich dann für Klaus Töpfer in den Bundestag nachgerückt und habe so den Weg in die hauptamtliche Politik gefunden. Schon im folgenden Jahr wurde ich in den Landtag des Saarlandes gewählt, wo ich die Aufgabe der Parlamentarischen Geschäftsführerin übernahm. Im gleichen Jahr wurde ich Landesvorsitzende der Frauen Union, in der ich mich noch immer engagiere.

Im Jahr 2000 hat mich Ministerpräsident Peter Müller zur ersten Innenministerin Deutschlands berufen. Fünf Jahre später wechselte ich dann zunächst für zwei Jahre ins Kultusministerium, um im Anschluss für weitere zwei Jahre das Ministerium für Arbeit, Familie, Prävention, Soziales und Sport zu leiten. 2011 folgte auf die Wahl zur Landesvorsitzenden der CDU Saar auch die Wahl zur ersten Ministerpräsidentin des Saarlandes. Es war mir eine Ehre, als Spitzenkandidatin der CDU Saar in die Landtagswahlen 2012 und 2017 zu gehen. Und ich bin froh und stolz darauf, dass uns die Saarländerinnen und Saarländer bei diesen beiden Wahlen deutlich ihr Vertrauen ausgesprochen haben.

2018 wurde ich zunächst zur Generalsekretärin gewählt und später, nach dem Rückzug von Angela Merkel aus der Parteiführung, zur Vorsitzenden der CDU Deutschlands. Nach einem herausfordernden Wahljahr 2017 wollte ich meiner Partei, der ich so Vieles zu verdanken habe, etwas zurückgeben. Eines meiner wichtigsten Anliegen war die Versöhnung von CDU und CSU. Denn für mich war immer klar: Nur vereint ist die Union stark und erfolgreich.

Als Bundesministerin der Verteidigung sitze ich seit 2019 nicht nur am Kabinettstisch der Bundesregierung, sondern bin auch höchste Vorgesetzte aller Soldaten und habe die Befehls- und Kommandogewalt über die Streitkräfte im Frieden. In diesem Amt setze ich mich dafür ein, dass wir in Europa mehr tun für die Sicherheit bei uns und in unserer eigenen Nachbarschaft, diplomatisch und militärisch. Mein Ziel ist, dass wir das transatlantische Bündnis auf eine neue Grundlage stellen und uns gemeinsam besser gegen die Bedrohungen durch autoritäre Staaten, gegen Aggression und Terrorismus schützen. Ich trete für einen starken Staat ein, der seine Bürgerinnen und Bürger im Inneren wie im Äußeren schützt.

„Erst das Land, dann die Partei, dann die Person“ – das war uns ist bis heute die Haltung, für die ich stehe. Getreu diesem Leitmotiv will ich mich nach der Bundestagswahl am 26. September 2021 in Berlin für meine Heimat einsetzen – jeden Tag aufs Neue.